Narbenkorrektur

Vor dem Eingriff kommt es in jedem Fall zu einer kostenfreien persönlichen Beratung mit dem behandelnden Arzt. Hier werden die Einzelheiten der ganzen Behandlung sowie die möglichen Komplikationen besprochen, und die individuellen Fragen beantwortet.
Die folgenden Beschreibungen dienen zur Orientierung und sind bei der Vorbereitung zur Beratung behilflich.

Betäbungsart:
örtliche Betäubung oder Vollnarkose
Länge der Operation:
1-2 Stunden
Voraussichtliche Dauer des Krankenhausaufenthaltes:
1 Tag
Gesellschaftsfähigkeit:
Nach 2 Wochen
Fortsetzung der herkömmlichen Lebensweise:
10 Tage nach dem Eingriff schonende Lebensweise empfohlen
Vollkommene Genesungszeit:
6-12 Monate

 

Gründe für den Eingriff

Die durch Operationen oder nach kleineren Unfallsverletzungen entstandenen Wunden hinterlassen in dem Heilungsprozess Narben auf der Hautoberfläche und auf dem unteren Hautgewebe. Die normale Narbenbildung kann aber von mehreren Faktoren (wie Alter, Hauttyp, Körperregion, Kraftlinien, Schwangerschaften, erbliche Faktoren, Infektionen, allergische Reaktionen, Blutergüsse, physisch-chemische Irritationen, etc.) beeinflußt werden. Die Narbenbildung benasprucht Zeit, der Reifungsprozess (während dessen Narben erweichen, weiß und wieder ihrer Umgebung ähnlich werden) kann sogar 1 Jahr lang dauern. Während dieser Zeit ist eine operative Narbenkorrektur nur in Ausnahmsfallen (bei Verbrennungsfolgen, oder die Bewegungsfunktion beeiträchtigenden Narben) empfohlen. Bei einigen Patienten heilen die Wunden auch beim Einsatz der schonendsten operativen Techniken nur mit sog. krankhafter Narbenbildung.

Bei einer tief eingesunkenen sog. atrophen Narbe fehlt die Lederhaut (Dermis). Dieser Narbentyp bildet sich in erster Linie beim Steriodkonsum, während Schwangerschaften (z.B. Dehnungsstreifen, sog. Striae) oder bei der weißen Hauttyp mit dünner Dermisschicht aus. Bei atrophen Narben wird zu wenig Bindegewebe gebildet, weshalb die Haut an dieser Stelle verletzbar und die Narbe oft breiter wird.

Eine hypertrophe Narbe bildet sich durch Überproduktion von minderwertigen Bindegewebefasern. Sie neigt zur Wulstbildung (beschränkt sich aber auf das ursprüngliche Verletzungsareal) und ist oft röter als ihr Umfeld. Während ihres Reifungsprozesses erblasst die Röte und die Narbe geht zurück, kann sogar in eine atrophe Narbe übergehen. Dieser Narbentyp kommt am meisten in der Pubertät, bei jungen Erwachsenen bzw. an bestimmten Körperregionen (wie Schultern, Dreieck unter dem Brustbein oder am Dekolleté) vor. Farbigere Haut mit dickerer Lederhaut (Dermis) neigt sich am meisten dazu. Dasselbe gilt auch für das Narbenkeloid, das aber über das Wundareal auf den gesunden Hautbereich hinauswuchert und nicht einmal mit der Zeit zurückgeht. Patienten beschweren sich oft über das Jucken und Brennen des betroffenen Hautbereiches. Um ein Keloid vorzubeugen, sind die den Kraftlinien der Haut und der Muskelspannung entsprechende Schnittführung, die gewebeschonende Operationstechnik und der adequate Wundverschluss dem Chirurg überlassen. In vielen Fällen kann das Keloid nicht einmal mit diesen Techniken verhindert werden und die entstandene krankhafte Narbe macht weitere Behandlungen nötig.

 

Der medizinische Eingriff

Die Narbe wird ausgeschnitten, mit einer fortlaufenden Allschichtnaht vereint, um sie dadurch zu entspannen und  schließlich mit einem Klebeband (Steri Strip) abgeschlossen.

Korrektur von kleineren Narben wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, größere Narben werden unter Vollnarkose entfernt.

 

Before surgery

Wenn die OP unter Vollnarkose durchgeführt wird, sind die vor der Vollnarkose obligatorischen Untersuchungen erforderlich: Laboruntersuchungen, EKG, Bruströntgen. An dem Tag der Operation übernachtet der Patient in dem operierenden Institut.

Wir arragieren Ihnen die nötigen Untersuchungen gerne.

 

Behandlungen nach der OP, Medikamente, Lebensweise, ärztliche Kontrolluntersuchungen

Resorptionszeit der Nähten sind einige Monate. Es ist äußerst wichtig, die Anweisungen zu folgen und die Sauberkeit des Verbandes zu bewahren.

Die Möglichkeit eines Rückfalls kann mit der Benutzung von Silikonsalben oder –Pflaster reduziert werden, die nach der Empfehlung der Hersteller sogar monatelang getragen werden können. Ein anderes Mittel gegen die erneute Keloidbildung ist die auf unterschiedliche Körperregionen abgeschnittene Kompressionskleidung. Sollte die hypetrophe Narbe oder das Narbenkeloid trotzdem erneut erscheinen, wird eine Spritzenbehandlung (mit Steroide und Betäubungsmittel) unumgänglich, die beim Erfolg alle zwei Monate wiederholt werden sollte.

Die Gesellschaftsfähigkeit kann je nach Narbengröße von einigen Tagen bis auf einige Wochen dauern.

Termine für die weiteren (kostenlosen) Kontrolluntersuchungen werden in den Konsultationen vereibart.

Sollten auf dem operierten Bereich Schwellungen oder Schmerzen auftreten bzw. hätten Sie Fieber oder weitere Beschwerden, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

 

Allgemeine und spezielle Risikofaktoren und mögliche Komplikationen der Operation

Im Falle einer OP unter Vollnarkose werden die Risikofaktoren der Narkose in der persönlichen Konsultation dargelegt. Um das Risiko der OP-Komplikationen vermindern zu können, sind eine Spritze gegen die Entstehung von Blutgerinnsel (LMWH) bzw. Antibiotika vor jeder unter Vollnarkose durchgeführten OP unerlässlich.

Nach einer Narbenkorrektur können sich Nachblutungen, Entzündungen oder Wundtrennung einstellen.

Die Operationsnarben können je nach Hauttyp oder genetischem Erbgut des Patienten im Gegensatz zu der normalen dünn-linienförmigen Narbe dicker (Keloid) oder breiter (hypertrophe Narbe) werden.

Über Ihre persönlichen, speziellen Risikofaktoren und die möglichen Komplikationen werden Sie von Ihrem behandelnden Arzt aufgeklärt. 

 

Der nächste Schritt

Wenn Sie störende Narben auf Ihrer Haut haben, die Sie wieder gesund sehen möchten, um dadurch kein Auffallen mehr zu erregen und sich wieder attraktiver zu fühlen, helfen wir Ihnen gerne Ihr Ziel zu erreichen. Bei uns werden Sie persönlich von unserem plastisch-ästhetischen Chirurg Frau Dr. Bernadett Lévay beraten. Die Konsultation ist natürlich kostenfrei und unverbindlich. Sie können hier also jeder Zeit Ihre Fragen stellen.

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